Der ganze Himmel glüht
in hellen Morgenrosen;
mit einem letzten, losen
Traum noch im Gemüt,
trinken meine Augen diesen Schein.
Wach und wacher, wie Genesungswein,
und nun kommt von jenen Rosenhügeln
Glanz des Tags und Wehn von seinen Flügeln,
kommt er selbst. Und alter Liebe voll,
daß ich ganz an ihm genesen soll,
Gram der Nacht und was sich sonst verlor,
ruft er mich an seine Brust empor!
Und die Wälder und die Felder klingen,
und die Gärten heben an zu singen.
Fern und dumpf rauscht das erwachte Meer.
Segel seh' ich in die Sonnenweiten,
weiße Segel, frischen Windes, gleiten,
stille, goldne Wolken obenher.
Und im Blauen, sind es Wanderflüge?
Schweig, o Seele! Hast du kein Genüge?
Sieh, ein Königreich hat dir der Tag verliehn.
Auf! Dein Wirken preise ihn! Ah!