Schnee fällt auf die Stadt, ganz leise
Du gehst vor mir, ich kenn die Wege
Deine Schritte bleiben auf dem Asphalt
Wie Zeichen, die nur ich verstehe
Ich zöger, bleib ein Stück zurück
Die Kälte klammert sich an meinen Kragen
Dein Atem wird zu weißem Rauch
Und ich will ihn nicht verlieren
Ich trete in deine Spuren, Schritt für Schritt
So nah an dir, als wär ich nicht mehr ich
Die Stadt ist still, der Schnee fällt dicht
Ich bleib unsichtbar, du merkst es nicht
Die Fenster glühen müde in der Nacht
Irgendwo schlägt eine Tür im Wind
Du gehst, als wär die Straße nur für dich
Und ich halt Abstand, weil ich muss
Dein Schal verrutscht, ich seh dein Kinn
Fast will ich rufen, doch es bleibt stumm
Der Schnee frisst alle meine Worte
Bevor sie je zu dir gelangen
Ich trete in deine Spuren, Schritt für Schritt
So nah an dir, als wär ich nicht mehr ich
Die Stadt ist still, der Schnee fällt dicht
Ich bleib unsichtbar, du merkst es nicht
An der Ecke biegst du ab, ich bleib
Deine Spuren füllen sich mit Schnee
Und ich steh da, die Hände in den Taschen
Ein Fremder, der dein Echo trägt
Morgen wird der Schnee geschmolzen sein
Und keine Spur mehr übrig bleiben
Doch ich bin einer, der sie sah
Und in der Stille weitergeht